Das Gelände präsentiert sich als kleine Zeltstadt mit der Bühne im Hauptzelt, einem Vorzelt mit Bar sowie Sitzmöglichkeiten im Eingangsbereich. Das vorher aufgestockte Sicherheitsteam sorgt dezent für Ordnung. Die eingesetzten Erste-Hilfe-Kräfte haben über die Tage hinweg nur sehr wenig zu tun. Mit Anlaufschwierigkeiten, die auch ins Geld gehen, müssen die Veranstalter hart kämpfen. So der Zeltplatz und wohl das Allerwichtigste – der Stromanschluss.

Aus Spaß wird Ernst
Mancher hält es zu Anfangs für einen Scherz. „Papa Roach“ in Weiden? Niemals! Die spielen in München, Berlin, New York und Tokio. Wenn es hoch kommt in Regensburg. Aber doch nicht bei uns.“ Man muss schon viel Überzeugungsarbeit leisten und auf ein Plakat deuten, um das klar zu stellen.

Für jedes Alter etwas dabei
Die Veranstalter legen darauf Wert, dass beim Zelt für jedermann mindestens eine Gruppe den Geschmack trifft. Von Nu-Metal über Rockgruppen und Rocklegenden, Soul & Funk bis hin zu Rap.

Papa Roach
Das wohl am stärksten besuchte Zeltevent, bei dem es aus allen Nähten platzt, ist die Nu-Metal-Gruppe Papa Roach aus Kalifornien. Wer einen Parkplatz in unmittelbarer Zeltnähe finden will, sucht vergebens an diesem Abend. Sieht man sich die Nummernschilder genauer an, so bemerkt man, dass aus der gesamten Region die Fans angereist kommen. Als Vorband heizen dem Publikum „Dear Superstar“ aus Manchester ein. Spätestens als das Hauptlicht erlischt, stürmt der letzte Fan in die Manege. Es geht los und die Gruppe beginnt auf der Bühne zu toben. Den Auftritt beenden sie mit ihrem Megahit „Last Resort“.

Asia
Für viele steht die Gruppe für sehr gute Rockmusik. Sie durchlebt über Jahrzehnte hinweg die Bandauflösung und Versuche eines Comebacks mit zum Teil neuen Gesichtern. Erfahrungen werden mit anderen Bands oder Soloprojekten gesammelt. Im Jahr 2005 kehren sie in Originalbesetzung wieder zurück. In ihrer „Omega-Tour“ machen sie bei uns halt. Trotz eines Zeltes, in dem noch Rockmusikbegeisterte Platz gefunden hätten, sorgen Asia für einen kurzweiligen Abend. Steve Howe glänzt mit Gitarrensolos und John Wetton füllt die restlichen Plätze das Zeltes mit seinem Gesang. Die Vorband Mindstrike spielen gekonnt auf und deren Frontsängerin beeindruckt mit Ihrer Stimmdaszeltplakat2010 sisy-simbecksystemse.

Earth, Wind & Fire Experience
„Des einen Freud`, des anderen Leid“ – so kann dieser Abend beschrieben werden. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Zelt feiert Weiden das um eine Woche nach hinten verschobene Fest „Weiden träumt“. Zur EW&F Experience kommen daher wohl nur eingefleischte Fans. Jedoch begeistern diese dennoch die anwesenden Besucher mit ihrer Bühnenshow und bei dem einen oder anderen im Publikum lässt sich der hervorbrechende „Groove“ erkennen. Als Vorband stimmt „Grand Slam“ auf diesen Soul- & Funkabend ein.

Kool Savas
„24 7 Workaholix“ und „MPR“ begeistern als Vorbands zu Kool Savas. Bei dem deutschen Rapper ist das Zelt sichtlich gut gefüllt, doch hätten auch hier noch weitere Fans ihren Platz gefunden. An der Bühne drängen sich diese jedoch, um so nah wie möglich mit ihrem Idol „den besten Tag ihres Lebens“ zu feiern. Für die junge Dame Jessica Roithmeier aus Weiden trifft dieser Spruch wohl am besten zu. Kool Savas unterbricht plötzlich für sie die Show. Ihr Freund Bastian Siems macht ihr daraufhin vor allen Besuchern einen Heiratsantrag. Für das junge Paar wurde das Zelt an diesem Abend ein „Himmelszelt“.

Revolverheld
Schüsse fallen zwar keine, doch die Bässe knallen vom „Langen Steg“ in die Nacht hinaus. Bis ins Umland sind sie zu hören. In vergleichbarer Menge der Zuhörer zum Vortag ballert die Band ihre Lieder gekonnt von der Bühne. Die Fans danken es mit lautem Toben. Zuvor stehen William`s Orbit aus Weiden auf dem Podest und zeigen, dass gute Musik auch lokal „produziert“ werden kann.


Der Vorhang des Zeltes schließt sich. THE END ...

 

Bild & Text von WEIDENLINE www.weidenline.de . Weitere Bilder finden Sie im aktuellen Artikel von WEIDENLINE.

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